Beim Golfverband Liechtenstein läuft derzeit alles rund: Am Wochenende wurde das 2000. Mitglied aufgenommen. Gleichzeitig brillierte GVL-Captain Sebastian Schredt mit einer Par-Runde beim dritten Saisonturnier auf dem schwierigen Parcours des GC Bodensee Weissensberg.
2026 ist für den Golfverband Liechtenstein (GVL) ein Jubiläumsjahr. Am 13. Juni 1966 als «Golf & Country Club im Fürstentum Liechtenstein» im liechtensteinischen Handelsregister eingetragen, feiert der GVL heuer sozusagen einen runden Geburtstag. Bei bester Gesundheit und in voller Pracht. Am vergangenen Wochenende wurde Urs Senteler aus Vaduz als 2000. Mitglied in den Verband aufgenommen und beim Handicap-Rallye-Turnier in Weissensberg begrüsst. «Ein wunderschönes Geburtstagsgeschenk zu unserem 60-jährigen Verbandsjubiläum», freut sich GVL-Präsident Peter Tinner über den Zuwachs.
Mit dem Erreichen der 2000er-Marke unterstreicht der Golfverband seine Bedeutung innerhalb der Liechtensteiner Sportfamilie. Dem Liechtenstein Olympic Committee (LOC) gehören knapp 50 Verbände an, von denen nur drei vor dem GVL die Marke von 2000 Mitgliedern überschritten haben: der Alpenverein, der Skiverband und der Fussballverband. Sportarten, die auf Liechtensteiner Staatsgebiet Trainings- und Wettkampfstätten vorfinden, während die Golfer ihre Turniere auf Anlagen befreundeter Clubs in den Nachbarländern austragen.
Hohes sportliches Niveau
109 Golferinnen und Golfer waren am 30. Mai 2026 auf dem anspruchsvollen und sich in bestem Zustand präsentierenden Parcours des Golfclub Bodensee Weissenberg am Start. In drei Nettokategorien sowie in den Brutto-Kategorien Damen und Herren kämpften sie um den Tagessieg und um wertvolle Punkte in der Gesamtwertung der Handicap-Rallye 2026. Sebastian Schredt (Bad Ragaz) notierte den tiefsten Score des Tages, doch spürte der GVL-Captain den Atem der Verfolger im Nacken. Bei der Siegerehrung erklärte Schredt, nicht alles sei ihm nach Wunsch gelungen, die Par-Runde und den Turniersieg nehme er aber gerne entgegen. Als fairer Sportsmann würdigte er die Leistung des Zweitplatzierten: «Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Martin Zielinski, der mit einer 1-über-Par-Runde sein Handicap klar unterspielt hat und eine der stärksten Leistungen am heutigen Tag gezeigt hat.»
Bei den Damen nutzten die Spielerinnen des GC Bodensee Weissensberg den Heimvorteil und feierten mit Isolde Stauder (24 Bruttopunkte) und Angelika Zoppel (21) einen Doppelsieg. Die beiden wuchsen an diesem Tag über sich hinaus und sicherten sich mit 43 (Stauder) bzw. 41 (Zoppel) Nettopunkten auch die ersten Plätze in der Nettokategorie I. Auf Rang drei folgte Marcin Zielinski (Domat/Ems) mit 40 Nettopunkten. Fredi Jahnig (Bodensee Weissensberg) und Johann Sutter (Montfort Rankweil) unterspielten mit 38 bzw. 37 Nettopunkten ebenfalls ihre Handicaps.
In der Kategorie II gab es ebenfalls einen Doppelsieg für den GC Bodensee Weissensberg: Francisc Simon siegte mit 46 Nettopunkten vor Thomas Binsch (43). Rang drei teilten sich Ida Maier (Gams-Werdenberg) und Johannes Rauch (Bodensee Weissensberg) mit jeweils 40 Punkten. Auch in Kategorie III mussten mindestens 40 Nettopunkte erspielt werden, um aufs Podest zu kommen. Es siegte Johannes Lucke (Heidiland) mit 44 Punkten vor Luca Küng (Bodensee Weissensberg) und Manuela Lucke (GVL), die beide 40 Punkte erreichten.
Maurizio Sozzi baut Gesamtführung aus
In der Gesamtwertung der Handicap-Rallye 2026 geht es um fünf Startplätze beim Fürsten Golf Cup am 29. August. Diese Startplätze sind für die Kategoriensieger – Brutto Damen, Brutto Herren, Netto Kategorie I, Netto Kategorie II und Netto Kategorie III – reserviert. Zur Halbzeit des «Race to Bad Ragaz», nach drei von sechs Turnieren, ist noch vieles offen. In einzelnen Kategorien zeichnen sich jedoch bereits Vorentscheidungen ab. In der Bruttowertung der Herren hat der ehemalige GVL-Nationalspieler Maurizio Sozzi seinen Vorsprung auf Josef Helbling auf zehn Schläge ausgebaut. Helbling führt in der Nettowertung der Kategorie I mit acht Punkten Vorsprung auf Sozzi und Iwan Bürge. In Kategorie II ist dagegen noch absolut alles offen: Ralf Loose hat die Führung übernommen, allerdings weist der frühere Liechtensteiner Fussball-Nationaltrainer nur einen einzigen Punkt Vorsprung auf Sigrid Nagel auf. Nagel liegt auch in der Bruttowertung der Damen auf Rang zwei, mit fünf Schlägen Rückstand auf Angela Mella. Gross sind die Abstände dagegen in Kategorie III, wo Robert Hehle mit nur zwei gespielten Turnieren 23 Punkte Vorsprung auf Nadja Grotz aufweist.