GVL-Nationalspielerin Valentina Roth beweist in Ravensburg höchste Präzision

Trotz kühler Temperaturen trafen sich am 16. Mai 98 Golferinnen und Golfer zum zweiten Turnier der GVL-Handicap-Rallye 2026 auf der Anlage des GC Ravensburg. Mit jeweils 28 Bruttopunkten kürten sich die GVL-Nationalspielerin Valentina Roth und der Einheimische Tim Pfeiffer zu den Tagessiegern.

In der Zeit zwischen dem 11. und 15. Mai wird der Eisheiligen gedacht, die laut Bauernregeln die letzten Frostnächte des Jahres bescheren. Der Golfverband Liechtenstein (GVL) hatte das zweite Handicap-Rallye-Turnier 2026 «frostsicher» auf den 16. Mai festgesetzt. Petrus zeigte sich gnädig und beschränkte den für den Turniertag prognostizierten Regen auf einen kurzen Schauer von fünf Minuten. Ansonsten blieb es trocken und mit Temperaturen zwischen fünf und zwölf Grad Celsius zwar «frisch», aber nicht frostig. Die 98 Golferinnen und Golfer aus 15 Clubs durften sich über einen bestens präparierten Parcours, einen wie immer reich gedeckten  Gabentisch und einen sportlich-kollegialen Abend bei einem Drei-Gang-Dinner freuen. «Der Golfverband Liechtenstein ist zum 21. Mal hier in Ravensburg zu Gast. Es ist das älteste Turnier im GVL-Kalender und jedes Jahr aufs Neue eine Freude, hierherzukommen», bedankte sich GVL-Präsident Peter Tinner bei Stefan Prinz, Vizepräsident des GC Ravensburg. Clubsekretärin Cornelia Nägele geht demnächst in Ruhestand. GVL-Generalsekretär Thomas Schaber bedankte sich bei ihr mit Blumen und einem Geschenk für die angenehme Zusammenarbeit.

Heimvorteil genutzt

Die nicht ganz einfachen äusseren Bedingungen konnten den sportlichen Leistungen nichts anhaben. Allerdings nutzten die Mitglieder des GC Ravensburg ihren Heimvorteil und sicherten sich die Siege in vier von fünf Kategorien. Einzig GVL-Nationalspielerin Valentina Roth (Domat/Ems) trotzte der süddeutschen Übermacht. Mit einer Runde von 8 über Par (28 Bruttopunkte) sicherte sie sich den Tagessieg bei den Damen. Dies mit einem Punkt Vorsprung auf die Einheimische Leonie Wolber, die an diesem Tag ihr Handicap um zwei Schläge unterspielte und mit 38 Nettopunkten den Sieg in der Netto-Kategorie I holte. Mit ebenfalls 28 Bruttopunkten gewann Tim Pfeiffer die Bruttowertung bei den Herren und distanzierte seine nächsten Verfolger, GVL-Nationalspieler Fernando Roth (Domat/Ems) und Iwan Bürge (Gams-Werdenberg), um jeweils drei Punkte.

In der Kategorie II brillierte der Einheimische Lars Schweikart mit 39 Nettopunkten vor dem früheren Liechtensteiner Fussball-Nationaltrainer Ralf Loose (Gams-Werdenberg) und Michael Andermark (Ravensburg), die jeweils 38 Nettopunkte erspielten. Jeweils einen Punkt weniger notierten Sigrid Nagel (Montfort Rankweil) und Roland Kreczmer (Ravensburg), die damit ebenfalls ihre Handicaps unterspielten. Dieses Meisterstück gelang in der Kategorie III zwei Damen und acht Herren. Der Kampf um den Sieg wurde in dieser Kategorie auf sehr hohem Niveau ausgetragen: Die beiden Ravensburger Gerhard Schauer und Georg Rambosek erspielten jeweils 46 Nettopunkte. Schauer durfte den Siegerpreis aufgrund der besseren «back nine» entgegennehmen. Den dritten Platz sicherte sich Robert Hehle (Montfort Rankweil) mit 43 Punkten, der damit seine Podestserie fortsetzte.  

Nearest-to-the-Pin: «1 cm»

Für die Nearest-to-the-Pin-Wertung hatte sich die Verantwortlichen etwas Besonderes einfallen lassen. Diese Sonderwertung wurde nicht wie üblich an einem Par-3-Loch, sondern auf Loch 18, einem Par 4, gespielt. Diesmal war Präzision vor allem mit dem zweiten Schlag gefragt. Diese bewies Valentina Roth, die den «Eagle» auf dem Schlussloch nur um einen Zentimeter verpasste. Auf der 196 Meter langen Bahn schlug die Liechtensteinerin den Ball vom Tee aufs Green und puttete ihn direkt neben die Fahne.

Robert Hehle baut Gesamtführung aus

In der Gesamtwertung der Handicap-Rallye 2026 geht es um fünf Startplätze beim Fürsten Golf Cup am 29. August. Die Gesamtsieger der fünf Kategorien – Brutto Damen, Brutto Herren, Netto Kategorie I, Netto Kategorie II und Netto Kategorie III – sind für das Turnier im GC Bad Ragaz qualifiziert. Nach zwei von sechs Turnieren ist noch alles offen. In der Bruttowertung der Herren liegen drei Spieler – Maurizio Sozzi, Fernando Roth und Josef Helbling – innerhalb von drei Schlägen an der Spitze. Helbling führt in der Nettowertung der Kategorie I mit drei Punkten Vorsprung vor Bürge. Einzig in Kategorie III gibt es einen überlegen Führenden. Robert Hehle liegt mit 94 Punkten nahezu uneinholbar an der Spitze; Julian Tietze folgt mit 28 Punkten Rückstand.

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